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Gedanken zum neuen Jahr

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Liebe Selzer,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ein Jahr ist beschlossen, ein neues kommt herauf, vom einen wissen wir, was es gebracht hat, in das andere legen wir unsere Wünsche, Hoffnungen und vielleicht auch Ängste.

Das vergangene Jahr war ein turbulentes und aufregendes Jahr. Wir hatten einen selten dagewesenen kalten Winter, ein sehr warmes Frühjahr und einen sehr heißen Sommer, was in seiner Gesamtheit die einen jubeln ließ, die anderen eher nachdenklich machte, zeigt sich doch immer deutlicher der vielbeschworene Klimawandel.


Wir hatte die sogenannte Weltwirtschaftskrise; die Gier der einen und die Naivität der anderen, der Glaube an das stete Wachstum auf dieser Seite und das Vertrauen in die, die diesen Glauben propagierten, auf jener Seite. All dies ließ eine große Blase platzen, die vielen ein böses Erwachen, einigen aber auch ein „weiter so“ brachte. Alles in allem wurde vielen erst jetzt bewusst, dass „Wirtschaft“ mehr ist, als bloßes Geldanhäufen und die Verantwortung des Einzelnen weit über seinen Geldbeutel hinausgeht.

In Rheinland-Pfalz und in unserer Gemeinde war es das Jahr der Kommunal- und der Bundestagswahl. Auf Bundesebene bescherte es uns ein neues Regierungsbündnis unter alter Kanzlerin. Viele Mitbürger haben darauf gesetzt, dass eine schwarz-gelbe Koalition die Probleme unseres Landes besser lösen kann als andere Farbkombinationen – wir werden sehen, ob sich diese Hoffnung erfüllen wird oder auch diese Regierung wieder einmal mehr verspricht, als sie am Ende halten wird.

Die Kommunalwahlen brachten in Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde ganz neue Konstellationen zustande. War die Verbandsgemeinde bisher von einer SPD-FWG-Grün-Koalition regiert, so sah sich der Verbandsbürgermeister plötzlich einer neuen, einer sogenannten „bürgerlichen“ Koalition aus CDU, FWG, FDP und Bürgerliste gegenüber, was ein hektisches und nicht immer offenes und faires Taktieren zur Folge hatte. Aus den Kungeleien der „etablierten“ Parteien ging die FWG mit einigen Blessuren hervor, was sicherlich nicht alle Mitglieder glücklich machte.

In der Ortsgemeinde war die FWG mit der klaren Ansage angetreten, alle Fraktionen im Rat zukünftig an der Verwaltung zu beteiligen. Dies wurde wiederholt kommuniziert und auch in der Folge der Wahlen, die die FWG eindeutig als Sieger hervorbrachten, von uns so weiterverfolgt. Die Verhandlungen mit der SPD liefen leider nicht ganz so, wie dies erhofft war, allerdings war nach der konstituierenden Sitzung klar, dass die FWG ihr Ziel durchgesetzt hat. Wie die Beteiligten in Zukunft mit dieser Konstellation umgehen, bleibt abzuwarten.

Im Ort konnten wir endlich die langersehnte Zukunftswerksatt durchführen, die einen regelmäßigen Bürgerabend, eine AG Verkehr und eine rege Beteiligung verschiedenster Bürger erbrachte, was ganz im Sinne der Idee war. Ein engagierter und kompetenter Leiter war mit Herrn Spoo von der Kreisverwaltung zur Stelle und ein ganzer Tag war angefüllt von Diskussionen und Austausch – für Selzen ein großer Tag!

Der Martinspreis ging in diesem Jahr an die Jugendfeuerwehr der Wehren in Selzen und Hahnheim. Leider war die Kommunikation innerhalb der Feuerwehren etwas dürftig, so dass mancher meinte, er könne hier der FWG politisch an den Karren fahren. Diejenigen, die sich direkt an die FWG wandten konnten dafür sorgen, dass Missverständnisse ausgeräumt wurden, die, die meinten, einer jungen und erfolgreichen Truppe endlich mal gegen die Beine treten zu können, mussten nach kurzer Zeit einsehen, dass der, der den Scheinwerfer absichtlich verstellt, meist selbst ein schräges Licht abbekommt. Für uns steht fest, dass wir auch weiterhin diejenigen ehren werden, die dies beispielhaft verdient haben!

Der Familientag der FWG im September war ein gemütliches, informatives und vor allem zusammenbringendes Ereignis des vergangenen Jahres. Nach fachlicher Weinbergsführung ging es auf die Koppel von Herbert Rathgeber, wo bei Kaffee und Kuchen, „Weck, Worscht und Woi“ und vor allem guter Laune der Tag beschlossen wurde – einmal wieder der Beweis, dass man Politik und Leben nicht trennen darf!

So war dieses Jahr mit vielen anderen – hier ungenannten Ereignissen – ein Jahr wie viele und doch wieder ein besonderes Jahr. Kinder wurden geboren, liebe Mitmenschen verstarben und wir alle haben unser Leben geführt, wie wir es eben führen. Wir hoffen für uns alle auf ein erfolgreiches und gesundes, ein friedvolles und bewegtes und vor allem auf ein wunderschönes neues Jahr 2010


Ihre FWG Selzen

Tobias Mohr – Fraktionssprecher
Monja Seidel – 1. Vorsitzende
Aktualisiert ( Mittwoch, den 17. November 2010 um 06:57 Uhr )  

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